Mittwoch, 21. September 2016

Me Made Mittwoch Nr. 139



Auch wenn es nun deutlich abgekühlt hat, ist es hier immer noch möglich ohne Strümpfe aus dem Haus zu gehen.

Ich konnte daher noch mal ein Kleid anziehen, das ich mir in den Schulferien genäht habe.

Ich verwendete den Schnitt „Inari Tee Dress“ von Named Patterns und einen Stoff, den ich bereits für mehrere Projekte vernäht hatte (hier und hier).

Im www sind einige hübsche Inaris zu sehen, z.B. bei PaisleyPirouette und bei Bunte Kleider, um nur zwei Beispiele zu nennen. 



Ich gehe nun mit vielen Inari-Näherinnen konform und schließe mich den positiven Kritiken zu diesem Schnitt an.
Ich hatte nämlich zunächst doch ein bisschen Sorge, dass Sackgefahr bestehen könnte, finde nun aber, dass durch die Verjüngung zum Saum hin, diese recht gut gebannt ist und der Schnitt auch für meine Figur gut funktioniert.



Ich kann mir vorstellen, dass es im nächsten Jahr noch weitere Inaris für mich geben wird, bin aber momentan schon mit Herbstgarderobe für die Familie und mich beschäftigt.



Wer ist heute noch sommerlich gekleidet? Oder doch schon alle langärmelig? Beim MMM kann man eine Antwort finden.



Julia

Mittwoch, 14. September 2016

Me Made Mittwoch Nr. 138

 

Nun sind auch leider im Bundesland Bayern die Schulferien vorbei. 
Gestern wurde meine Tochter eingeschult und mein Sohn kam in die dritte Klasse. Das Wetter ist nach wie vor hochsommerlich und hier wird schon länger der Wein gelesen.


Ich zeige heute ein Kleid, das ich schon länger genäht, aber bisher noch nicht darüber berichtet habe. Es ist nach einem, bei mir bewährten und beliebten Schnitt, Simplicity 2588, genäht. Den Baumwollstoff hatte ich vor längerem mal beim Sale bei Stoff und Stil erworben. Er ist aus der Patchworkstoff-Abteilung. Bisher hat er sich, auch nach mehrmaligem Waschen, als Kleiderstoff bewährt, er ist allerdings nicht ganz so feinfädig wie ein Batist oder eine feine Popeline.


Beim MeMadeMittwoch ist ja schon seit einer Woche die Sommerpause vorbei, also kann man auch heute dort wieder nach selbst gemachter Kleidung schauen.

Julia

Freitag, 26. August 2016

Sowas wie ein Quilt

 

Ich habe eigentlich so gut wie keine UFOs beim Nähen, allerdings so gut wie keine, sind nicht keine und das Näh-UFO, das mich nun schon jahrelang begleitet hat, das hatte es in sich.
Nun ist es geschafft.


Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich mit diesem Quilt begonnen habe, möglicherweise sogar im letzten Jahrtausend.
Ich weiß aber noch, woher die Anregung zu diesem Quilt stammte: ein Brigitte Bastelbuch meiner Mutter. Darin war eine Patchworkdecke, ganz in weiß gehalten aus alter Bettwäsche. Mir gefiel die Idee sehr gut und ich beschloss, aus allen möglichen weißen Stoffresten, Spitzen, Borten, Taschentüchern, alten bestickten Blusen, Bettwäsche, Häkelspitzen, Unterwäschen.... mir einen Quilt als Bettüberwurf zu machen. 


Ursprünglich plante ich die Decke für ein Einzelbett, dann zog ich mit meinem damaligen Freund zusammen und ich erweiterte die Näharbeit um einige Quadrate, so dass der Quilt für ein französisches Bett reichen würde. Quadrate und Streifen lagen dann irgendwo in einer Schublade, bis ich mich wiederum entschied, den geplanten Quilt zu vergrößern, denn nach der Hochzeit hatten wir ein richtiges Doppelbett. 


Das ist knapp 9 Jahre her und ich glaube, damals habe ich dann auch das Volumenvlies und den Baumwollstoff für die Rückseite gekauft. Ich erinnere mich nämlich daran, dass ich Volumenvlies, den Stoff für die Rückseite und das Deckenoberteil, noch nicht fertig, aber in Streifen genäht, umgezogen habe. 



Die Deckenoberseite habe ich dann 2009 im Sommer, in meinem damaligen Eiskammer-Nähzimmer zusammengenäht und seit dem lagen Vlies, Oberseite und Unterstoff herum. Das Vlies habe vor zwei Jahren mal in das inzwischen ausgebaute Dach geschafft, der Rest füllte eine Schublade. 


Es ist nicht so, dass ich in der langen Zwischenzeit keine Decken genäht hätte, ich habe für die Kinder zwei Babyquilts gemacht und dabei gar nicht so viele Falten rein genäht, dennoch grauste es mir, das Riesending zu verbinden. 
Kurzfristig dachte ich mal an Handquilten, nachdem ich aber dann mal ein Täschchen handgequiltet habe, kam das für mich bei der großen Decke nicht in Frage.


Vor gut 11/2 Jahren kaufte ich mir ja meine neue Nähmaschine, die dicke brother. 
Bei der Kaufentscheidung für diese Maschine spielte tatsächlich dieser UFO-Quilt auch eine Rolle. Meine alte Nähmschine hatte sich schon bei den Babyquilts arg geplagt und ich bin jetzt, nach getaner Arbeit auch überzeugt, dass meine vorherige Nähmaschine, diesen Quilt nicht geschafft hätte. Ich glaube sogar, dass sie dabei umgefallen wäre. 
Mit der neuen Maschine war das Quilten gar nicht schlimm. 
Ich habe zwar zwei Falten reingenäht, glaube aber, dass das nicht an der Maschine lag, sondern daran, dass ich telefoniert habe während ich die Sicherheitsnadeln eingesteckt habe und dann nicht ganz so aufmerksam und sorgfältig war. 
Das ist mir aber egal, denn für mich war bei dieser Decke eindeutig die Maxime: „Fertig machen“. Dafür nehme ich auch den Platz in der Quilterhölle bei den ganzen Patchworkschlampern in Kauf.


Ich bin mit dem Quilt zufrieden, auch wenn ich heute manches anders nähen und kombinieren würde, denn er ist auch so was wie ein Zeitzeugnis. 


Die Kinder finden die große Decke toll. Mir ist dann dabei wieder eingefallen, dass ich doch vor Jahren diese TildasHaus-Decke angefangen habe.
Vielleicht gibt es da in nicht allzu ferner Zukunft (< 10 Jahre) was für die Tochter?

Julia

Sonntag, 14. August 2016

Enchanted Forest

 
Ich habe während der Fußball EM mit einem neuen Tuch begonnen. Mal wieder in grau, weil Abwechslung muss ja nicht immer sein ;-).
Ich war zugegebenermaßen etwas von der dünnen Lace-Wolle genervt, da ich kurz vorher diesen Schal beendet hatte. Ich entschloss mich daher, ein dickeres Garn zu verwenden und da ich im Sommer, wenn es richtig heiß ist, nicht gerne Wolle verstricke, entschied ich mich für ein Baumwoll-Polyacryl-Gemisch, das ich mal beim Aldi mitgenommen habe, weil mir die Farbe so gut gefiel. 
Das Garn nennt sich Grapefruit ist aus 80% Baumwolle und aus 20% Polyacryl und läuft 125m auf 50g. In dem Pack waren sechs Knäuel ich habe gut 4 1/2 verbraucht. Die Wolle war sehr schön zu stricken und auch das Strickbild gefällt mir gut, allerdings ließ sie sich nicht gut spannen.


Das Stricken nach der Anleitung „Enchanted Forest“ von AgnesKutas-Keresztes hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich glaube ich gar nicht verstrickt.


Ich bin mit dem Tuch zufrieden, ein leichter Sommerschal ist es zwar nicht geworden, aber passend zu großen Teilen des Sommers 2016 ist er irgendwie schon.

Julia

Freitag, 5. August 2016

HerrMann im August

Perfektes Timing. Heute habe ich das Hemd für meinen Mann fertig bekommen und kann bei Monikas HerrMann-Aktion mitmachen. 
O.K., eigentlich war es so, dass mich die HerrMann-Aktion dazu motiviert hat, das Hemd heute noch fertig zu machen.


Egal wie es auch war, mein Mann hat ein neues Hemd bekommen und eine neue Hose.


 
Das Hemd habe ich nach burda genäht. In der Juni Burda 2016 ist ein Hemdenschnitt mit verschiedenen Variationen, den ich beim Durchblättern interessant fand. Ich war aber unschlüssig, ob ich den Schnitt mal probieren soll, denn die Hemden waren in der burda nicht aussagekräftig präsentiert, was die Passform betrifft. Zum Glück hat aber die Strickprinzessin ein tolles Hemdnach diesem Schnitt genäht und das hat mich motiviert, den Schnitt auch mal umzusetzen. Ich habe die Nr. 143 ohne die Schulterriegel und Schlitze genäht. Ich finde den Schnitt gut, die Passform ist gut, Kragen und Steg sind schön und ließen sich gut nähen. Ich habe mich beim Nähen allerdings nicht an die burda-Anleitung gehalten, sondern Kappnähte verwendet und auch den Kragen in einer anderen Reihenfolge angenäht.
Einen Kritikpunkt habe ich, aber das kann ich beim nächsten Hemd ganz einfach verändern, die Taschen sind etwas zu groß und vor allem zu breit. 



Die Hose ist aus dem gleichen Stoff wie diese, ich habe aber nun den Schnitt Jedediah-Pants von Threat Theory genommen. Dieser Schnitt sitzt schmaler als die Jutland Pants und ist daher für meinen Mann besser geeignet. Er ist mit den Shorts ganz zufrieden, ich denke, auch auf diesen Schnitt kann ich aufbauen.



Weitere Männersachen findet ihr heute wieder bei MonikasHerrMann.



Julia

Sonntag, 17. Juli 2016

Partnerlook auf Wunsch

Ich versuche ja in letzter Zeit, dass ich beim Nähen keine Reste produziere. Dadurch bekommt meine Tochter öfter aus demselben Stoff, der für mich ein Kleid wurde, ein T-Shirt oder wir haben beide Blusen im gleichen Stoff .... 
Mein Mann äußerte daraufhin den Wunsch, das er auch gerne mal im Partnerlook sein möchte und nachdem er sich momentan nicht für florales Dessin erwärmen kann dachte ich, das einfachste ist, der Partnerlook ist zwischen Vater und Sohn.


Für meinen Sohn habe ich zwei sehr bewährte Schnitte verwendet. 


Das T-Shirt mit der Knopfleiste ist aus Ottobre 3/2016, ich habe diesen Schnitt schon 5mal genäht, dreimal mit und zweimal ohne die Knopfleiste. Der Schnitt ist recht körpernah geschnitten und eignet sich durch die verschiedenen Designmöglichkeiten auch gut zum Resteverwerten.



Der Hosenschnitt „Charles L.“  ist aus Ottobre 4/2014. Ich habe nach diesem Schnitt bestimmt schon sechs, sieben Hosen genäht (hier ist auch eine Version davon). 


Der Schlitz wird ohne Reißverschluss genäht und durch den Gummibund hinten sitzt die Hose gut. Besonders gefällt mir an diesem Schnitt, dass die hübschen Teilungsnähte die Resteverwertung optimal zulassen. Hier habe ich Reste von zwei meiner Jeans verwendet, sowie einen Cordstoff aus dem sich meine Mutter mal einen Rock genäht hat.







Die Schnitte, die ich bei meinem Mann verwendet habe, habe ich beide das erste mal umgesetzt. Daher sind beide Teile auch eher als Probeteile zu sehen. 


Ich bin mit dem Shirt optisch recht zufrieden, wenngleich es vielleicht etwas länger hätte sein können. Ich habe das Shirt nach dem Seamwork-Schnitt „Eugene“ genäht. Laut Maßtabelle ist mein Mann genau zwischen S und M. 
Ich meine, ein Henley-Shirt sollte etwas enger sitzen, daher habe ich mich für S entschieden. Ich finde allerdings nun, dass es ein Ticken weiter hätte sein können und wie gesagt, etwas länger. 
Mein größter Kritikpunkt am Schnittmuster ist allerdings die Anleitung und die Schnittführung bei der Knopfleiste. Der innere Rand am Beleg ist unversäubert und aufgrund der mangelnden Breite kann man nichts einschlagen. Der Knopfleistenstreifen müsste breiter zugeschnitten werden, damit man einschlagen kann, außerdem würde ich in einer anderen Reihenfolge den Schlitz arbeiten und auch den Schlitz gleich nach dem Schließen der Schulternähte machen. Es ist einfacher eine Knopfleiste zu arbeiten, wenn die Ärmel noch nicht eingesetzt und die Seitennähte noch offen sind. Hübsch an dieser Lösung beim Schlitz finde ich allerdings wie das Halsbündchen in die Knopfleiste eingeschwenkt wird. 
Ansonsten würde ich, was die Passform betrifft, meinem Mann eher wieder das „Strathcona Henley“ von Thread Theory nähen, vielleicht mit ein paar Variationen von Eugene, das zum Beispiel einen rückwärtigen „Zierbeleg“ hat, den ich ganz hübsch finde. Mal sehen.


Für die Hose habe ich die „Jutland Pants“ von Thread Theory ausprobiert. Ich hatte in meiner Werkstatt noch einen alten Denim mit Fischgratmuster entdeckt, diesen klassischen Stoff, aus dem früher die Arbeitsbekleidung hergestellt wurde. Zum Glück waren zwei Stoffstücke gleich und groß genug und ich konnte die Hose daraus zuschneiden. Der Stoff lag nämlich nur 85cm breit, zu schmal um daraus doppelt liegend das rückwärtige Hosenbein zuschneiden zu können.
Die Hose passt meinem Mann zwar am Bund, aber ich finde den Schnitt insgesamt für ihn zu weit. Thread Theory hat als Hosenschnitt noch die „Jedediah Pants“, die sind schmaler geschnitten, ich denke, bei der nächsten Hose für meinen Mann, probiere ich mal diesen Schnitt aus.

Julia

Mittwoch, 13. Juli 2016

Me Made Mittwoch Nr. 137

Am Wochenende war es hier recht warm. Nicht so richtig heiß wie es oft letztes Jahr war, aber doch Temperaturen um die 30°C und dazu recht stickig. Nachdem ich mich am Sonntag nicht ausgehfein machen musste/durfte, habe ich mich für was luftig bequemes entschieden und zog zwei Sachen an, die ich nach Schnittmustern von Seamwork genäht habe.



Im Juni erschienen „Weston“ und „Addison“ und da ich bisher fast nur positive Erfahrungen mit Seamwork Schnitten gemacht habe, waren diese Schnittmuster auf meiner „To-Sew“-Liste für den Sommer.
Ich habe Stoffe aus meinem Lager verwendet, der fuchsia-farbige Stoff ist ein dünnes Baumwollgewebe, der weiße ein Baumwollmischgewebe in Köperbindung.

Mit dem Oberteil bin ich sehr zufrieden, der Schnitt war schön umsetzen und gut zu Nähen. Die Shorts habe ich auch nach Anleitung genäht und mich etwas über den fehlenden Untertritt beim Reißverschluss gewundert. Wenn ich den Schnitt noch mal machen sollte, würde ich einen Untertritt zuschneiden und einen etwas dünneren Stoff nehmen, außerdem eine größere Saumzugabe.



Wer heute noch sommerlich in selbst gefertigter Kleidung unterwegs ist? Findet es beim MMM heraus.



Julia