Sonntag, 7. Februar 2016

Summer Shawl Knit Along Teil 2

Bei Monikas Summer Shawl Knit Along geht es heute darum, das Material und das ausgewählte Strickmuster vorzustellen.

Mein Material stand von Anfang an fest und war Vorraussetzung, dass ich es mir selbst erlaubt habe beim Knit Along teil zunehmen (klick).



Ich habe, das zum Glück unbeschädigte schwarze Drops Lace Garn dann doch brav aufgewickelt und habe nun einen kompakten Ball, der gerne Mal von seinem Lagerplatz herunterfliegt und Vorbeigehende erschrickt.
Nachdem ich das Lace Garn in schwarz habe, keine Ahnung warum ich schwarz gewählt habe? Klar ein schwarzer Schal oder Tuch passt gut zu meinen Jacken – aber will man ein Lacemuster in schwarz stricken, vor allem wenn man hauptsächlich unter künstlichem Licht strickt?

Also nachdem ich schwarz stricken muss, habe ich mich, hinsichtlich meiner bisherigen Lace-strick-Erfahrung, dafür entschieden, kein breites Tuch zu stricken, sondern meiner Fehlerquote Rechnung zu tragen und lieber eine Stola, bzw. einen breiteren Schal, gewählt. Ich stricke die einfache Variante der „Seascope Stole“ von Kieran Foley, die es kostenlos auf Ravelry gibt.



Ich habe bereits angefangen, denn Monikas Zeitplan ist recht straff und habe schon vor, rechtzeitig fertig zu werden.



Ich freue mich schon, zu sehen, was sich die anderen für Projekte ausgesucht haben, denn nach dem Tuch ist vor dem Tuch. ;-)



Julia

Mittwoch, 3. Februar 2016

Me Made Mittwoch Nr. 123

 
Wer mein Blog regelmäßig liest, dem ist bestimmt schon aufgefallen, dass ich bei Röcken eigentlich fast immer das gleiche Schnittmuster nehme, „Ginger“ von Colette Patterns. Ab und an findet sich auch ein Rock nach dem Farbenmix-Schnittmuster „Römö“, ansonsten nur ein paar wenige Röcke, deren Schnittmuster ich nur einmal verwendet habe.



Heute zeige ich euch einen neuen Rock, nach einem Schnittmuster, das ich dafür zum ersten Mal genäht habe, das „Rosari Skirt“ Schnittmuster von Pauline Alice. Ich habe den Rock in der längeren Version genäht und dazu einen leicht elastischen, lila farbigen Denim von Buttinette verwendet. Der Stoff hat einen relativ hohen Poly-Anteil und einen leichten Glanz. Ursprünglich hatte ich ihn für eine Hose gekauft, aber dann  habe ich mich wegen des Glanzes und der Oberflächenstruktur gegen eine Hose entschieden und ihn stattdessen dazu bestimmt, ein (Probe)Rosari-Skirt und eine Jeansjacke für meine Tochter zu werden.

Das Schnittmuster ließ sich schnell und unproblematisch umsetzen, die Anleitung war für mich gut verständlich.

Ich bin mit dem Rock zufrieden, ich denke, ich werde ihn häufig tragen, denn er fügt sich gut in meiner Garderobe ein. 


Das Strickjäckchen, das ich heute dazu trage, habe ich hier schon mal näher vorgestellt. Es ist ein Lieblingsstück, das ich ganz oft und gerne anziehe. 



Das Shirt habe ich ungefähr vor einem halben Jahr genäht und seitdem auch schon gerne und oft getragen. Es ist nach dem „Brigitte Basic Tee“ von Maria Denmark gefertigt. Dieses Schnittmuster finde ich für T-Shirts sehr schön, denn es sitzt bei mir gut und hat verschiedene Ausschnitts- und Ärmelvariationen.

Sowohl vom „Brigitte Basic Tee“ als auch vom „Rosari Skirt“ plane ich noch weitere Varianten, sowohl für die Übergangszeit, als auch für den Sommer.


Mehr selbst gefertigte Kleidung findet ihr wieder auf dem MeMadeMittwoch-Blog.



Julia

Sonntag, 31. Januar 2016

Summer Shawl Knit Along Teil 1

Monika organisiert ein gemeinsames Schal- und Tücherstricken.

Eine schöne Idee, dachte ich, aber da kann und darf ich nicht mitmachen.

Zu viele angefangene Strickprojekte, zwei Tücher dabei, von denen eines vermutlich nie fertig wird und dann das eigentlich schon ganz lange fertig gestrickte „Latte Macchiato“ Tuch nach Agnes Kutas-Keresztes, das ungespannt und unvernäht schon Monate vor sich hin lagert.

Andererseits dachte ich mir, vielleicht wäre es doch was, denn ich habe schon vor langer Zeit einen Strang Drops Lace Garn gekauft und der lagert auch schon lange vor sich hin und bevor er nur Mottenfutter wird, sollte diese feine Wolle mal ihre wahre Bestimmung finden.

Schlimm wird es dann, wenn man, hin- und hergerissen, ob mitmachen oder nicht, die ravelry Seite besucht.

Schrecklich viele Schals und Tücher, eines hübscher als das andere und alle könnte man sich so schön für sich selbst oder liebe Menschen vorstellen.

Ich habe nun für mich einen Kompromiss gefunden. Ich darf mitmachen, verwende mein lagerndes Lace Garn, aber davor wird das fertige Tuch gespannt und vernäht.



Sehr motiviert habe ich das gemacht und zeige euch nun, zum ersten Treffen mein fertiges Latte Macchiato.



Ich habe es gemeinsam mit Catherine begonnen, die eine Tuchstrickmeisterin ist wie ihr zum Beispiel hier sehen könnt.

Ich habe das Tuch aus einer Baumwollsockenwolle von Rödel gestrickt. Diese Wolle kratzt nicht, was für mich sehr sehr wichtig ist, aber sie lässt sich wegen der Materialzusammensetzung nicht gut dauerhaft spannen. Das Tuch wurde daher kleiner als gedacht. Ich finde es im Prinzip hübsch, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob es sich gut mit meiner Garderobe kombinieren lässt, weil das Weiß ein richtig weißes Weiß ist.



Die Strickanleitungen von Agnes Kutas-Keresztes kann ich sehr empfehlen, sie sind didaktisch sehr gut aufgebaut und sie hat schöne Designs. Schaut da mal bei ravelry.



Mehr Inspiration für schöne Schals und Tücher findet ihr aber auch bei Monika und den Teilnehmerinnen des Knit Alongs.



Julia

Mittwoch, 27. Januar 2016

Me Made Mittwoch Nr. 122

 

Am heutigen MeMadeMittwoch zeige ich euch ein Kleid, das ich mir zwischen den Jahren genäht habe. Ich musste arbeiten und hatte wenig Zeit und Muße, dennoch hatte ich auch das Bedürfnis, was für mich zu Nähen. Eine solche Konstellation verlangt ein schnelles einfaches Projekt, das man dann auch gleich anziehen kann.
Meine Wahl viel daher auf ein Strickkleid und den Schnitt „Square Neckline“ aus der Ottobre woman 5/2015. 
Ein mittelschwerer dunkelblauer Strickstoff, dessen Zusammensetzung ich zwar nicht weiß, der sich aber gut, nicht kratzig und wärmend anfühlte, fand sich in meinem Stofflager und so konnte ich mich gleich an die Umsetzung machen.



Ich hielt mich im großen und ganzen an die Ottobre Anleitung und da ich keine Lust hatte, mich mit meiner Coverlock rumzuärgern, nähte ich die Säume und den Halsausschnitt mit dem wabenähnlichen Trikotstich meiner Nähmaschine. Dieser Stich imitiert eine Flatlocknaht und ich habe ihn bereits bei Sweatshirts für meine Kinder benutzt. Auch bei diesem Kleid ließen sich so die Säume und der Halsausschnitt problemlos, dekorativ und sauber nähen.

Jetzt wäre es mal wieder an der Zeit, ein Loblied auf meine fabelhafte Nähmaschine anzustimmen, die brother VQ2. Aber ich will nicht abschweifen und ich habe mir auch geschworen, dass ich erst die Quiltfunktionen bei einem großen dicken Quilt noch ausprobieren muss, bis ich eine endgültige Bewertung der Maschine abgeben kann. Aber bisher näht sie alles tadellos.

Das Kleid ist vor allem eines: sehr bequem.

Ich denke, wenn man sich noch Mühe mit Accessoires gibt, dann kann es auch schick sein, denn der Stoff hat einen edlen Charakter und gibt das her.

Ich bin mit dem Kleid zufrieden. Vielleicht hätte ich es etwas mehr taillieren sollen, aber ich war bei der Anprobe unentschlossen und ließ es so, weil der eckige Ausschnitt gut mit einer geraden Linie harmoniert.





Möchtet ihr noch weitere selbst gefertigte Kleidungsstücke sehen? 



Julia

Mittwoch, 20. Januar 2016

Me Made Mittwoch Nr. 121

 

Zum heutigen MeMadeMittwoch trage ich eine Wickeljacke, die ich irgendwann im letzten Winter fertig gestellt habe, die ich aber noch nicht auf dem Blog gezeigt habe.

Es ist, wie bei mir so oft, ein Modell, das ich nach einer Anleitung von Kim Hargreaves gestrickt habe. Das Modell „Fionn“ ist aus dem Buch „Enchanted“ und ich bin wieder mit der Anleitung sehr zufrieden. Ich habe mit einer Wolle namens „Airmix“ von Gedifra gestrickt, eine Merino/Baumwoll- und ein bisschen Poly-Mischung. Die Wolle ist sehr weich, nicht kratzig und war schön zu stricken.



Den Rock habe ich hier schon mal gezeigt und das Shirt ist ebenfalls selbst genäht. Es ist schon etwas älter, hat einen Wasserfallausschnitt, ist aus einem nicht pillenden Viskosejersey und nach einem Schnitt aus einer älteren Ottobre.


Nachdem ja nun der Winter Einzug gehalten hat, bin ich mal gespannt, mit welchen selbst gemachten Kleidungsstücken sich die übrigen MMM-Teilnehmerinnen heute warm halten.



Julia

PS: Kennt ihr schon die Aktion von HäkelLine? Das gibt es monatlich eine Linksammlung.

Sonntag, 17. Januar 2016

Negroni Shirt

Ich hatte bereits darüber berichtet, dass ich meinem Mann zu Weihnachten einen Pulli nach dem Finlayson-Sweater-Schnitt geschenkt habe. Doch damit nicht genug, zur Stärkung meines Nähkarma bekam er von mir noch was Selbstgenähtes: ein Hemd.
Ich habe als Schnittgrundlage „Negroni“ von Colette Patterns verwendet. Im Prinzip bin ich mit dem Schnitt zufrieden, nur ein paar Details finde ich ausbaufähig. 
Aber der Reihe nach:




„Negroni“ ist ein eher schmal geschnittener, sportlicher Schnitt.
Der Kragen wird ohne Steg gearbeitet und der erste Knopf ist ein paar Zentimeter unterhalb der Oberkante, wo zum Verschluss einseitig eine Schlaufe gearbeitet wird. 


Damit sind wir auch gleich zu anfangs schon an der, aus meiner Sicht, einzigen Schwachstelle des Schnittes.
Natürlich ist es Geschmacksache, aber ich finde, ein Kragen ohne Steg fällt selten sehr gut und macht ein Männerhemd eigentlich automatisch zum „Freizeithemd“ (ich schreibe das in Anführungszeichen, weil das Hemd natürlich auch auf Arbeit getragen werden kann, aber halt nicht mit Krawatte und businessmäßig. Wer das anders sieht, gerne Widersprechen, ich bin kein Mann und kann nur aus Beobachtung sprechen).


Ich habe für das Hemd einen Baumwollflanell verwendet, so dass das Kleidungsstück wintertauglich ist. Der Stoff ist von guter Qualität und ließ sich sehr gut verarbeiten. Ich habe mich an die Anleitung von Colette gehalten, die ich gut verständlich, ausführlich und sehr praktikabel finde.



Mit Hilfe der Anleitung habe ich das Hemd recht sauber genäht und die Taschen ordentlich hinbekommen. 




Die Nähte sind alle als Kappnähte gemacht, damit sieht das Hemd auch von innen sauber aus und die Näht sind stabil.


Sehr schön am Schnitt finde ich die abgerundeten Manschetten.




Die Passform des Schnittes ist für meinen Mann gut, ich habe Größe M gewählt.
Die Fotos sind entstanden, nachdem das Hemd schon zweimal in der Wäsche war, das beweist, dass mein Mann das Hemd mag und es gerne anzieht, was mich wiederum sehr freut und mich auch weiterhin motiviert für ihn zu Nähen.

Julia

Mittwoch, 13. Januar 2016

Me Made Mittwoch Nr. 120

 
Heute zeige ich euch ein Oberteil, das ich als „Versuch“ genäht habe.

Es handelt sich um den Schnitt „York“ aus der Dezemberausgabe vom Seamworkmagazin. Als der Schnitt erschien, war ich erst mal verwundert darüber, dass man einen neuen Schnitt, derart schlecht sitzend präsentiert.
Brustabnäher 10 Kilometer zu tief! So, dass es sogar mir aufgefallen ist und ich bin bestimmt nicht die größte Passformkritikerin vor dem Herrn.

Nachdem ich aber Seamwork im Abo habe und genügend Schmierpapier im Hause war, beschloss ich den Schnitt mal auszudrucken. Während ein Abendessen vor sich hin köchelte war er schnell zusammengeklebt und ausgeschnitten.

Ich habe in meinem Stofflager einige Stoffe aus Restepaketen, bei denen ich die Materialzusammensetzung nicht kenne und mir oft nicht sicher bin, ob sie mir optisch gefallen. Einen solchen, weich fallenden, leicht transparenten Stoff, wählte ich für meinen „Versuch“.



Der Stoff lies sich ganz gut verarbeiten und bügeln, daher beschloss ich französische Nähte einzusetzen, allerdings mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob das bei dem „Versuch“ nicht Zeitverschwendung sei. Aber mir machte das Nähen Spass, ich hatte ein nettes Hörbuch und die Maschine nähte den dünnen Flutschstoff ohne Probleme und so stellte ich das Oberteil ganz ordentlich fertig.

Bei der Anprobe war ich dann recht angetan: das Oberteil sitzt gut, der Stoff fühlt sich gut an und optisch gefallen mir Druck und Farbe auch.

Der „Versuch“ war ein Erfolg und das Oberteil auch, trotz der französischen Nähte, schnell und unkompliziert genäht. Ich denke, ich werde mir noch ein zweites „York“-Modell nähen.





Zum ersten MeMadeMittwoch 2016 sind heute wieder hier viele Damen in selbst gefertigter Kleidung zu finden.


Julia