Mittwoch, 25. Mai 2016

Me Made Mittwoch Nr. 132

Heute ist beim MeMadeMittwoch ein Mottotag, „Tierdrucke“.

Das kam mir sehr entgegen. Ich bin seit der Annäherung Süd im Besitz zweier wunderschöner Stoffe mit Tiedrucken, einem mit Vögelchen und einem mit Affen.

Oft ist es so mit wunderschönen Stoffen, dass ich sie immer wieder mit Freude anschaue und darüber streichele, aber dann Hemmungen habe, den schönen Stoff anzuschneiden, denn, man könnte das gute Stück ja versauen – eine schreckliche Vorstellung.

Nun habe ich aber, in Anbetracht des Thementages, allen Mut zusammen genommen und habe den Stoff mit den Affen vernäht.



Zu meiner sehr großen Freude habe ich den Stoff nicht versaut, sondern mir eine schöne Bluse genäht, die ich letzten Sonntag anhatte und die gleich ein Lieblingsstück wurde.



Ich habe als Schnittmuster „Mélilot“ von Deer&Doe verwendet.

Natürlich habe ich den Schnitt vorher Probe genäht und festgestellt, dass er was taugt und dass ich vermutlich mit dem 1m langen Affenstoffstück hinkomme.
Der Stoff hat auch wirklich ganz exakt gereicht und ich habe nur zwei Minifitzel übrig.

Der Schnitt ist sehr schön zu nähen und sehr gut für weich fallende und leicht transparente Stoffe geeignet. 



Ich habe mich an die Anleitung gehalten und Französische Nähte verwendet. 



Der Stoff ist in der Verarbeitung nicht ganz einfach, da er gerne rutscht und auch etwas dehnbar ist. Aber mit etwas Näherfahrung und Sorgfalt kommt man gut zurecht, vor allem weil er sich gut bügeln lässt. Ich hatte den Viskosestoff direkt bei Alexandra gekauft, es gibt ihn aber auch im www bei Fashion for Designer.



Der Rock ist eines meiner ältesten Stücke im Schrank, ich hatte ihn bestimmt auch schon ein paar Mal beim MMM an. Ich habe ihn irgendwann mal, noch während meiner Studienzeit, nach einem burda Schnitt gemacht und seit dem trage ich ihn immer wieder gerne -sagenhafte Stoffqualität, gell.



Ich freue mir heute ganz besonders auf weitere hübsche Stoffe und Kleidung mit Tierdrucken beim MMM.



Julia

Freitag, 20. Mai 2016

Settle

Bevor es richtig Sommer ist und keiner mehr Strickpullover sehen kann, zeige ich mein letztes Strickprojekt aus Merinowolle im ersten Halbjahr 2016.


Ich habe mal wieder ein Modell meiner Lieblingsstrickmusterdesignerin Kim Hargreaves gestrickt. Diesmal habe ich aus dem Buch „North“ den Pullover „Settle“ gemacht. 
Ich habe dafür acht Knäuel Drops Merino extrafine verstrickt und Nadeln Nr. 3,75 und 4,5 verwendet. 
Die Wolle war sehr angenehm zu stricken und ich hatte den Pullover auch schon an und festgestellt, dass ich ihn mit einem Hemdchen drunter gut tragen kann, ohne dass er kratzt.
Es ist mein erstes Strickmodell aus der Merino Extrafine von Drops, daher kann ich noch nichts dazu sagen wie sich die Wolle mit der Zeit verhält, bisher finde ich sie vom Strickbild sehr schön.
Ich habe den Pulli ohne zweit- und dritt- Strickprojekte nebenbei gestrickt und fand es daher für mich auch mal recht erstaunlich, wie schnell so ein Pulli fertig werden kann. 
Er ist hauptsächlich während der ersten Staffel von „Borgen“ entstanden. Ich fand die Serie sehr gut und im Vergleich zu „House of Cards“ gefällt mir diese dänische Politserie sogar noch besser als die amerikanische Serie. Mal schauen, wie sich die Serie in den weiteren Folgen entwickelt.
Aber momentan ist natürlich erst mal die sechste Staffel von „Game of Thrones“ angesagt, wo ich mir gerade schon einige Sorgen um den jüngsten Stark mache.....

Julia

Freitag, 13. Mai 2016

Lachsfarbiges Henleyshirt

Monika hat heute auf ihrem Blog wieder ein HerrMann-Treffen.
Und da dachte ich mir, als ich meinen Mann mal wieder angeschaut habe, ich könnte eigentlich ganz spontan mal mitmachen. 


Er trägt ein Henleyshirt, das ich ihm vor einem halben Jahr genäht und zum Geburtstag geschenkt habe.
Ich hatte es bisher noch nicht fotografiert und nachdem es nun schon länger, häufig und gerne angezogen wird, ist es natürlich nicht mehr nagelneu. Ich kann daher auch schon die Qualität des Baumwolljerseys bewerten und ein durchweg positives Urteil abgeben. Der Stoff hat einen dunklen Lachston und eine leicht strukturierte Oberfläche, ich glaube es nennt sich Flamé Jersey.
Das Schnittmuster ist das „Strathcona Henley Shirt“ von Thread Theory. Ich habe diesen Schnitt schon dreimal genäht und finde ihn gut.
Männerschnitte sind ja deutlich seltener als Kinder- oder Damenschnittmuster, daher schau ich gerne bei Monika, was es Interessantes für die Herren zu entdecken gibt.

Julia

Mittwoch, 11. Mai 2016

Me Made Mittwoch Nr. 131


Am heutigen MeMadeMittwoch zeige ich Kleidung, die ich nach zwei bewährten Schnittmustern genäht habe. 
Das Oberteil habe ich letztes Jahr genäht, als ich eine Serie „Scout Woven Tees“ von Grainline Studio gemacht habe, eines davon konntet ihr hier sehen.
Ich finde den verspielten Stoff ganz gut für den schlichten Schnitt. Der Rock ist nach dem Schnittmuster „Rosari Skirt“ von Pauline Alice. Nachdem ich diesen Rock gerne und oft trage, musste ich einfach noch eine Version aus einem helleren Stoff nähen. 
Den leichten Batist, den ich für das Oberteil verwendet habe, hatte ich auf dem Stoffmarkt Holland gekauft, der hellblaue leicht elastische Baumwollstoff war von Buttinette.





Leider soll mit dem sommerlichen Wetter zum Ende der Woche Schluss sein, heute gibt es aber bestimmt noch schöne Sommersachen beim MMM zu sehen.



Julia

Freitag, 22. April 2016

Restlos, bis zum letzten...

Manch eine/r wird vielleicht verständnislos den Kopf schütteln, selbst eingefleischte Näh- und StrickfreundInnen, aber ich gebe es zu, ich habe aus diesen Projekten Befriedigung gezogen.
Ich habe nämlich für die Kleidungsstücke Wolle und Stoffe komplett aufgebraucht. Keine Reste. Nix, was ich aufheben müsste, weil man „könnte ja noch was draus machen“. O. K. vielleicht wäre noch eine Barbieunterhose drin gewesen oder eine Mütze für Ken, aber ich will es ja nicht gänzlich übertreiben.
Zunächst zu meinem restlosen Wollverbrauch. Insgesamt vier Knäuel Sockenwolle, ergeben restlos vier Paar Socken für die ganze Familie. 


Fragt jetzt nicht nach wie viel Sockenwolle noch in meinem Vorrat ist, aber der Deckel geht jetzt etwas besser zu und nachdem die Socken bei allen gut ankamen und ich auch Spaß und Entspannung beim Stricken hatte, ist es doch toll zu wissen, dass ich die nächsten 10 Jahre keine Sockenwolle mehr kaufen muss, sondern einfach beständig stricken kann.

Ebenso restlos aufgebraucht habe ich zwei hübsche Jerseystoffe.


Den Interlock mit Marienkäfern drauf habe ich mal vor Jahren bei Buttinette erstanden und seitdem gehütet, denn ich finde das ist ein idealer Kinder Nacht- und Unterwäschestoff. 
Das ist dann auch daraus entstanden, ein Nachthemd und ein Unterwäscheset.


Auch aus einem geblümten Singlejersey, den sich meiner Tochter letztes Jahr auf dem Stoffmarkt für ein Nachthemd ausgesucht hat, habe ich Nacht- und Unterwäsche nach den gleichen Schnittmustern genäht.



Für das Nachthemd habe ich einen Schnitt aus der Ottobre 6/2015 als Grundlage verwendet, allerdings habe ich das Vorderteil geteilt und den unteren Teil etwas verbreitert und dann gekräuselt eingesetzt. Den Halsausschnitt und die Ärmelbündchen habe ich mit Wäschegummis eingefasst, die eine Spitzenkante haben. Ich habe mich dabei von den Mädchennachthemden aus dem Bodenkatalog inspirieren lassen.


Die Unterwäschesets sind auch nach Ottobre Schnitten (Heft 6/2013 und 6/2010), auch hier habe ich die Bund- und Bein- und Halsabschlüsse mit Wäschegummi verstürzt.
Meine Tochter hat sich über die Sachen sehr gefreut, vor allem über die hübschen „Spitzen“ an den Ausschnitten.
Für viele ist es vielleicht unsinnig Kinder Nacht- und Unterwäsche zu nähen, mir hat es Spass gemacht, die Verschnittreste zu verwerten und meiner Tochter eine Freude zu machen. Ich nähe aber auch gerne „klein“ und nachdem es gut ankam, schau ich mal was noch so an Resten da ist.....

Julia

Mittwoch, 13. April 2016

Me Made Mittwoch Nr. 130


 
Heute zeige ich zwei Kleidungsstücke, die ich schon vor längerer Zeit genäht habe, aber noch nicht fotografiert, weil ich sie selten oder bisher noch nicht anhatte.



Die Bluse, die ich nach dem „Archer“ Schnitt von Grainline Studio gemacht habe, hatte ich vor ca. einem Jahr zugeschnitten und dann lag sie rum. Ich hatte sie aus dem gleichen Stoff wie diese Kleidchen und Hemden zugeschnitten und damit den Stoff restlos verbraucht, was ich gut fand. Bis ich sie dann genäht habe, dauerte es Monate. 
Ich war fast in Gefahr ein UFO zu produzieren, was ich normalerweise beim Nähen, im Gegensatz zum Stricken, nicht mache. 
Schließlich nähte ich sie aber doch und weil ich nicht ganz vom Ergebnis überzeugt war, landete sie erstmal auf einem Kleiderbügel. 
Am Sonntag zog ich sie dann mal raus und an und meinem Mann gefiel die Bluse erst mal nicht so. Nach einer Stunde gefiel sie ihm besser, ich finde sie ganz o.k., es ist halt eine lockere Bluse, mit wenig Formgebung, was ich an manchen Tagen auch mal ganz gut finde.



Locker sitzend ist auch die Hose. Es ist ein etwas abgewandelter Schnitt nach der „Wyome“ Jeans von Named. Es ist die dritte Jeans, die ich nach diesem Schnitt genäht habe und hier habe ich die Hosenbeine gerade auslaufen lassen. Im Original wird die „Wyome“ nach unten schmaler und hat damit so ein bisschen einen 80er Look.
Ich finde die Jeans ganz in Ordnung, aber sie ist komischerweise, obwohl ich nichts beim Bund verändert habe, etwas weiter als die beiden Hosen, die ich zuvor genäht habe und damit etwas rutschend.



Die Jacke kennt ihr schon von hier und bei den momentanen Temperaturen, ist sie gut auch für draußen tauglich.

Was gibt es heute sonst noch so beim MeMadeMittwoch? Hierkann man es entdecken.



Julia

Mittwoch, 6. April 2016

Me Made Mittwoch Nr. 129

 
Heute habe ich eine Probebluse an. Ich finde sie, abgesehen, aber auch trotz, der zu langen Ärmel durchaus tragbar. Klar, aufgrund des Stoffes ist sie recht spießig klassisch, aber damit auch ein guter Kombipartner.


Den Schnitt, den ich mit dieser Bluse ausprobiert habe, ist das Granville Shirt von Sewaholic. Eine weitere Bluse, die nach dieser Probebluse nach dem selben Schnitt entstanden ist, zeigte ich hier schon mal. Weitere Blusen nach diesem Schnitt werden folgen.

Ich habe lange nach einem Schnitt für eine taillierte Hemdbluse gesucht und auch schon diverse Blusen in dieser Art genäht, mir gefiel aber bisher kein Schnitt so gut wie dieser hier. Ich war ja zunächst sehr skeptisch, ob  der Granville-Schnitt für mich funktioniert, aber ich habe, wie ich bereits schon mal schrieb, oberhalb der Taille zwei Größen größer genommen und damit hat der Sewaholic-Schnitt für mich gepasst.



Besonders toll finde ich bei diesem Schnitt, dass er mir erlaubt, die Arme über die Horizontale hinaus zu strecken, denn ich besitze leider einige Kleidungsstücke, bei denen ich ohne Hocker nichts aus dem oberen Regalfach holen kann.

Für dieses Probemodell habe ich ein Baumwoll-Mischgewebe verwendet, das in einem Blusen- und Hemdenpaket von Buttinette war. Der Stoff trägt sich angenehm und war gut zu verarbeiten. Meine nachfolgenden Granville Blusen haben gekürzte Ärmel, momentan bin ich gerade bei Granville Bluse Nr. 3.



Ach ja, der Rock ist mal wieder dieser.





Wir hatten die letzten Tage warme 20°C, ich bin mal gespannt, ob es heute beim MMM schon luftige Frühlingskleidung zu sehen gibt?



Julia