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Donnerstag, 11. August 2011

Eine Kniedecke


Ich hatte von einer Freundin, die für längere Zeit ins Ausland ging, Wolle und einen angefangenen Pullover vererbt bekommen.
Ich habe hier schon darüber berichtet, was aus dem Strickwerk entstanden ist.
Wolle war noch übrig. Glattes relativ dickes (85m/50g) Baumwollgarn mit leichtem Glanz. Da ich nichts verkommen lassen möchte, dachte ich, dass sich solche Reste zum Häkeln eignen. 


Häkeln?
Das muss der Einfluss des www. sein, denn meine Häkelkarriere hatte ich doch eigentlich mit Filethäkelei in der fünften Klasse beendet.
Im Internet fand ich dann auch eine, für die Garnstärke geeignete, Anleitung für eine Decke. Allerdings war absehbar, dass das Material nicht ausreichen würde. Ein Blick auf die Banderole des Garns genügt, denke ich, um festzustellen, dass diese Wolle sicherlich nicht mehr im Handel ist.


Naja, dann wird die Decke halt` kleiner oder es werden Kissen.
Während des Häkelns schwankte ich zwischen den Gefühlen:

„Häkeln ist doch ganz spaßig und hübsch werden die Vierecke.“
„Häkeln? Stricken macht mir da mehr Spaß.“
„Schön, wieviel Wolle schon weggehäkelt ist, die Vorräte bauen sich ja schnell ab.“
„Oh je! Jetzt ist fast nichts mehr von der Wolle da. Was soll ich mit so einem Winzteil?“

Eine Knie- oder Kinderdecke ist es letztendlich geworden.


Ich als ungeübte Häkelerin habe dafür schon recht lange gebraucht.



Falls ich mich irgendwann entschließen sollte, mich an eine „richtige“ Decke zu wagen, verwende ich auf jeden Fall dünneres Garn. 
Die Kniedecke, obwohl so klein, wiegt nämlich schon einiges. In Originalgröße ( 80 x 144 cm) würde die Decke laut Materialangabe 1,7kg wiegen. 
Nichts für´s schnelle Drüberschmeissen!

Julia